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 Leider gibtz Neider

Gute Autos haben viele Neider. Kurz vor unserem Fototermin zog ein Neidhammel eine Spur über das hintere Seitenteil dieses Audis. Die Finger sollen ihm abfaulen!

Das Problem ist altbekannt und mehr als nur lästig. Ein Auto wird mit einer schweineteueren Lackierung überzogen und irgendein Idiot lässt einen scharfkantigen Gegenstand daran vorbei laufen. Gunnar Bötter bekam einen angeschwollenen Hals, als er eines morgens eine gemeine Schleifspur am linken Seitenteil seines A4 entdeckte. Es ist wirklich keine 08-15 Lackierung, die kurz vor dem Wörtherseetreffen 2001 auf den Audi aufgetragen wurde. Gröger & Piontek aus Halle mischten den Glasurit Effektlack VIP 9000 mit weiteren Zusätzen zu einem einzigartigen Gebräu zusammen. Einzigartig, weil einmalig, da es diesen 12-schichtigen Effekt kein zweites Mal gibt. Doppeltes Pech für Gunnar ist, dass der Lackierer keine Chance zur Ausbesserung hat. Das Auto wurde mittlerweile in Schwarz ganzlackiert und der Effekt komplett neu aufgetragen, um absolut keine Spuren mehr zu hinterlassen. Bei dieser Gelegenheit fielen die Türgriffe dem Lackierer zum Opfer. Der Öffnungsmodus geschieht nun elektrisch.

Vor drei Jahren landete ein roter A4 1.8 im Serienzustand bei dem ehemaligen BMW Fahrer. Gunnar stieg zum Hersteller mit den vier Ringen um, weil er mit den zu kurzen Wartungsintervallen und hohen Kosten des Münchners unzufrieden war. Auf der Suche nach Tiefbettfelgen blieb er bei Brock kleben. Die Betten der Alus ließ er nachträglich auf Hochglanz polieren, so dass die 9x17er Fünfsterner nicht nur dank ihrer Breite auffallen. Tiefe wird durch keilförmige 60/40mm Powertech Federn erreicht. Der Montage von Fahrwerk und Rädern ging ein um ungefähr 30mm nach Außen stellen der Seitenteile voraus. Die Beliebtheit der RS Front und der M3 Spiegel wird auch an diesem Audi reflektiert, dafür ist der höhenverstellbare Heckflügel fasst ein Unikum. Gröger & Piontek baute bis zum Zeitpunkt unserer Datenaufnahme den der DTM nachempfundenen Flügel nur zweimal. Die Ehre des anderen Duplikats wird einem Calibra aus Berlin zuteil, weiß Gunnar zu berichten. Über die Leistung seines 1,8 Liter kann er sich nicht beklagen, wohl über den Verbrauch. Seit ein Chip den ebenfalls vom Tuner aus Halle überarbeiteten Motor beflügelt, sausen auf 100 Kilometer mindestens 14 Liter durch die Injektion. Dafür bezirzt die Tachonadel die 230er Marke und wenn das Aggregat warm gelaufen ist, dann singt die Bosima Anlage mit kräftiger Stimme ein lautes Lied dazu. Während im Innenraum die gelben Sitzflächen des bei D&W gekauften Gestühls ins Auge stechen, gibt sich der Heckraum als individuell gestaltete Spielwiese. Und das nicht nur weil Mister Bean vom Kofferraumdeckel herab den Effe-Finger streckt. Gunnars Idee ist einfach, kostengünstig und effektvoll. Man nehme eine Rettungsdecke, die als Dekoration zweckentfremdet, den Stauraum mit Leben erfüllt. Doch das wertvollste an seinem Auto ist und bleibt die Lackierung. Sein Wunsch, dass das Auto nicht mehr zerkratzt ist, mehr als nur verständlich.

FACTS:
TYP:
Audi A4 Baujahr 1996
MOTOR:
1,8 Liter, Chip-Tuning, Motorbearbeitung von Gröger & Piontek, ca. 179 PS
RÄDER:
Brock B1 mit poliertem Tiefbett 9x17 Zoll, VA: 215/40, HA: 235/35 Dunlop
SP9000
FAHRWERK:
Power Tech Tieferlegungsfedern 60/40mm
AUSPUFF:
Bosima Halbanlage
SPOILER:
Gröger & Piontek, Frontspoiler, Seitenschweller und Heckschürzenansatz, höhenverstellbarer DTM Flügel, Kamei Frontgrill, RS-Stoßstange,
INTERIEUR:
Sportsitze von D&W, Heckausbau mit Rettungsdecken
EXTRAS:
Glasurit VIP 9000 abgemischt 12 Schichten Lasur, doppelt getönte Scheiben Mattig M3 Spiegel,
DANKE AN:
Gröger & Piontek, Autoclub WOB - Szene Halle / Saalkreis

text & fotos: michael kolb

 Leider gibtz Neider  
Audi A4 aus AUTOTUNING 6/2002
 
 
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